Einladung zum Üben

Heute ist Feiertag! Daher lade ich euch ein, eine Übung mit mir und für euch zu machen. An einem solchen Tag ist es wunderbar, uns 20 Minuten für uns selbst zu gönnen. Nicht immer finden wir die Zeit für eine Übung im Trubel des Tages. Heute nehmen wir uns die Zeit.

Ich habe zu diesem Zweck auf dem Blog eine Seite für Übungen angelegt. Hier findet ihr die erste Grundübung. Ihr könnt die Übung ausdrucken und vor euch hinlegen, damit ihr der Übung einfach folgen könnt. Daher habe ich auf Bilder verzichtet.

Vielleicht lest ihr davor noch den Artikel zur Erwartungshaltung. Es gibt nichts zu erreichen, es gibt nichts zu erwarten. Wir üben einfach und schauen was ist.

Insbesondere bei dieser ersten Übung freue ich mich über euere Rückmeldungen, Erfahrungen und Fragen, um den Artikel zu verbessern und euch zu helfen.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und hoffe, ihr nehmt euch diese paar Minuten Zeit – für euch.

Liebe Grüße
Steffen

Samanera_(sculpture)

Über Steffen Rühl

Seit 28 Jahren beschäftige ich mich mit dem Spielen und Designen von Brettspielen, Rollenspielen und Videospielen. Mein Leben wird bereichert durch meine Familie und die Erfahrung der Meditation. Zu meinen Hobbys zählen Spiele, Fotografie, Musik und der kreative Ausdruck in allen Formen. alltagsmeditation.wordpress.com
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3 Antworten zu Einladung zum Üben

  1. Heidi schreibt:

    Hallo Steffen,
    erst mal ein großes Lob für diese tolle Seite:-)… gefällt mir sehr gut und trifft grad ziemlich meinen Nerv!
    Ich habe mich gefreut, dass du jetzt auch eine Übung eingestellt hast und würde mich über mehr Übungen sehr freuen!
    Die erste Übung habe ich bereits ausprobiert ;-)… und werde davon schon einiges mit in meinen Alltag nehmen können!
    Finde es ziemlich interessant, dass du mit einer Übung zum Sitzen anfängst und ich habe tatsächlich mit einiger Überraschung festgestellt, worauf ich eigentlich sitze… habe neugierig verfolgt, wie sich die Sitzbeinhöcker bei jeder Bewegung anfühlen. Das gibt mir eine andere Dimension, wenn ich mich – gerade auch im Alltag – im Sitzen erden möchte… Bisher war das einfach eine Berührung zwischen Po und Sitzfläche, in die ich hineingespürt habe… die Erkenntnis mit den Sitzbeinhöckern wird mich sicherlich noch stabiler sitzen lassen, gerade wenn ich es nötig habe!
    Bisher habe ich als erste Übung im Bereich „Meditation“ immer Übungen zum Atem angeboten bekommen… das habe ich hier zuerst vermisst, es aber für mich einfließen lassen, weil ich es ja schon übe… dann habe ich mich aber so über die Sitzbeinhöcker gefreut, dass das wieder ok war und ich den Atem völlig vernachlässigt habe… auch meine Aufmerksamkeit konnte ich dadurch, dass es tatsächlich eine spannende Entdeckung war, ganz gut sammeln…
    Auch wenn ich verstehe, dass die Übung wohl als Angebot zu sehen ist, haben mich die vielen Details während der Übung jedoch etwas „unter Druck“ gesetzt… Habe ich jetzt schon richtig gesessen? Richtig die Hüften gekreist? Was kam noch mal danach? Sollte ich jetzt aufrecht sitzen oder doch erst Kreisen? Während der Übung wollte ich nicht immer auf den ausgedruckten Text schauen… Andererseits helfen natürlich die vielen kleinen Bewegungen und „Aufgaben“, die Zeit zu überbrücken, was ich gerade als Anfänger als gut empfinde… fühle mich dann „beschäftigt“ und muss nicht so viel „Leere“ aushalten;-)…
    Aber für EINE Übung war mir das doch etwas viel Input und etwas viel Detail – auch oder gerade als Anfänger…
    Auch die Hände auf dem Kopf und die Vorstellung mit dem klaren Wasser – an sich finde ich das eine tolle und für mich sinnvolle und angenehme Übung (kenne das aus dem Qi Gong mit hellem Licht, was mir immer sehr gut tut:-), aber nach den Übungen mit den Sitzbeinhöckern schien mir das für mich nicht so ganz stimmig…
    Werde für mich ZWEI Übungen daraus machen und dann ist es ok…
    Auf jeden Fall wünsche ich mir, dass du an der Seite dran bleibst – ist eine schöne Sache:-)!!!
    Lieber Gruß von
    Heidi
    (mit zwei „neu entdeckten“ Sitzbeinhöckern;-))

  2. Steffen Rühl schreibt:

    Liebe Heidi,

    vielen Dank für Dein ausführliches Feedback. Ich hatte mich heute für diese längere Übung entschieden, da wir einen Feiertag haben und daher vielleicht etwas mehr Zeit und Geduld.

    Daß Du etwas in der Übung vermisst, hat damit zu tun, was Du erwartest.

    Aber daß Du gemerkt hast, daß Du Dich unter Druck gesetzt fühltest ist super! Darum geht es!
    Du hast wahrgenommen, daß Du Dich unter Druck gesetzt fühlst, hast diese Wahrnehmung aber irgendwie als außerhalb der Übung einsortiert. Das ist aber genau das, was ich im Artikel „Ich komme nicht in die Übung“ meinte.
    Dabei warst Du achtsam und in der Wahrnehmung: Du hast wahrgenommen, daß Du unter Druck stehst, daß Du eine Anforderung an Dich selbst hattest. Daß Du Angst hattest, diese Anforderung nicht zu erfüllen. Weiter so! Darum geht es bei der Meditation, nicht darum, ob Du grad rechts rum oder links rum um die Sitzhöcker wirbelst 🙂

    Die Übung macht in ihrer Gänze Sinn, daher habe ich mich auch für die ganze Fassung entschieden. Das fließende Wasser als Vorstellung ist dazu da, die Energien in den Boden abzuleiten, die sich während der Arbeit an den Sitzhöckern löst. Da wir im Westen generell nicht gut geerdet sind, kann uns diese Energie sonst Schwierigkeiten machen. Das äußert sich dann in Schwindel und kann sogar langfristig sehr negative Auswirkungen haben. Auch das Atmen in die Beine (der Atem ist also schon mit dabei gewesen) hilft hier, die Verbindung zur Erde herzustellen. Die Erdung ist das Thema dieser Übung, auch die Arbeit an den Sitzhöckern stellt die Verbindung zur Erde her.

    Die Erdung wird sehr oft vernachlässigt, da östliche Lehrer sich darum nicht kümmern (müssen). Sie und ihre Schüler sind durch ihre Lebensweise viel mehr geerdet als wir im Westen. Daher tauchen auch die Übungen dazu in ihren Lehren meist nicht auf. Meditationsübungen zu machen, die dann Energien freisetzen, die uns „zu Kopf steigen“ und uns dann verwirren sind eine ernste Gefahr, die bis zu echter ‚Verrücktheit‘ führen kann. Daher habe ich mich bewusst als Grundübung für eine Erdungsübung entschieden.

    Interessant ist, was Du über die Menge der Anweisungen im Vergleich zur Leere schreibst – das trifft es ganz genau. Bei Anfängern achte ich auf viele Anweisungen, denn sie rufen sie a) aus den Gedanken zurück und b) die „Leere“ überfordert sie nicht.

    Deinem Wunsch nach kürzeren Übungen komme ich gerne nach, das ist ein guter Hinweis. Ich habe die Übung heute morgen auch nach Hetty Draayers Anleitung gemacht, bevor ich den Artikel geschrieben habe und habe auch öfters mal drauf schauen müssen – daher kann ich Dein Feedback gut verstehen. Und die nächste Übung wird ganz sicher mehr mit der Atmung zu tun haben 🙂

    Liebe Grüße
    Steffen

  3. Heidi schreibt:

    Hallo Steffen,

    danke für die ausführliche Antwort. So verstehe ich den Sinn der Übung noch viel besser und werde sie weiter üben… sehr interessant die Erklärung mit dem fließenden Wasser… so ist natürlich alles wieder stimmig!
    Die ganze Sache mit der Erdung habe ich noch nie SO erklärt bekommen… es setzt sich mit deiner Erklärung ein weiteres Puzzleteil in meine lückenhafte Meditationslandschaft…

    Wie komme ich eigentlich auf SitzBEINhöcker??? Naja, werde darüber mal auf den Sitzhöckern sitzend meditieren;-)…

    Liebe Grüße
    Heidi

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